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Entstehung
Coryartes® ist eine wirkungsvolle Martial Art, sowie auch eine gut fundierte, pädagogische Anwendung, die eine harte, langjährige und intensive Auseinandersetzung fordert.
Das Coryartes® Martial Art System ist keine Mischung aus Kampfkunststilen, sondern eine klar definierte, unabhängige, avantgardistische Form praktisch angewandter Körperschulung.
Ich werde oft gefragt, wie ich auf die Entwicklung des Coryartes®, die Anwendung der Kraftumsetzung im Nahkampf und der dahinter stehenden Schulung der Muskelfeinmotorik sowie deren Sensibilisierung gekommen bin.
Aus traditionellem Hintergrund etwas Freies und Offenes zu entwickeln ist keine leichte Aufgabe, denn meistens sind Formen oder Traditionen so fest im Gedankengut verankert, dass freie ungebundene Bewegung und somit eine freie Entwicklung wie eine unüberwindbare Hürde erscheint. Der Grund liegt bei der neurophysiologischen Aktivität, also in der Wirkung, welche die Bewegung auf das eigene Wesen oder das komplexe System der Körperfeinmotorik hat. Dies wiederum zeigt einen starken Einfluss auf die Psyche und die daraus folgenden Interpretationsweisen auf. Im Prinzip legt man sich im neurophysiologischen Sinne je nach Technik selber einen „Stein“ in den Weg, der durch Bewegungen, welche nicht zur Einmittung führen, immer schwieriger wird.
Nun, man kann Systeme lernen soviel man möchte, Techniken tausende Male wiederholen und diese immer wieder im Kampf ausprobieren, Theorien und Philosophien jahrelang nacheifern und doch nicht befriedigt und erfüllt sein, dies zumindest war meine eigene Erfahrung.
Ich konnte keinen rationellen Sinn in der Monotonie der Formen und den Ausführungen von Bewegungen erkennen, die mir niemand wirklich erklären konnte, was diese bedeuten und was sie bewirken.
Durch diese Tatsache begann ich die physiologischen Zusammenhänge, was Bewegung ist und was sie auslöst, intensiv zu studieren.
Ich merkte, dass dies mit dem bis anhin Gelernten nicht aufging und ich keine Kompatibilität zwischen neurophysischen Ansätzen, die zur Zentrierung führen, und der erlernten Technik finden konnte.
Dies führte mich schlussendlich dazu, mit dem Erlernten „tabula rasa“ zu machen, los zu lassen und ganz von vorne zu beginnen.
Ich begriff, dass es nicht möglich ist, bestehende fixe Muster der Bewegung in musterfreien Applikationen zu integrieren, da Muster die natürliche, ökonomische Physiologie der Bewegung blockieren, also der freie, ungehinderte Fluss neuro-motorisch gestoppt wird.
Mein Studium richtete sich auf Bewegung und Prinzipien, feinmotorische Sensibilisierung die den direktesten und härtesten Aspekt des Kampfes schulen, also den authentischen, angewandten Nahkampf, der für mich deshalb seine Effizienz hat, weil er auf intermuskulärer Ungebundenheit aufgebaut ist.
Schliesslich hat dieses intensive und langjährige Eigenstudium der Körperkräfte und ihrer Wechselwirkung in der Bewegung das Coryartes® Martial Art System hervorgebracht.
Die Übungen des Coryartes® Martial Art Systems sind so ausgerichtet, dass sie den Übenden jeweils die nächste Ebene der körperlichen Sensibilisierung erreichen lassen und bei korrekter Anwendung faktisch die Einmittung oder das Zentrieren auslösen.
Ein weiser Spruch besagt, dass es sinnvoll ist, das Gefäss zuerst zu leeren, bevor es wieder neu aufgefüllt werden kann! Zumindest für mich selbst und meine Entwicklung hat sich dieser Spruch bewahrheitet.
Francisco Martinez
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